Sich zu zeigen, wie man ist, steht derzeit hoch im Kurs. Auch in der Geschäftswelt. Authentizität ist ein Schlagwort, an dem du heutzutage nicht mehr vorbeikommst. Aber was bedeutet das in Wirklichkeit? Meine Freundin, Inspiration & Kundin, Kathrin Tannheimer vom Alpengasthof Post veröffentlicht in Kürze einen Blogartikel dazu, den ich bereits vorab lesen durfte. Darin schreibt sie sinngemäß:

„Sei authentisch, aber nur wenn es nicht wehtut. Sei authentisch aber bitte nur, soweit ich als Kunde das ertrage und es in meine Welt passt.“

Ich glaube, sie hat recht. Wirklich-wirklich authentisch zeigt sich doch heute kaum jemand. Schon gar nicht in der Unternehmenswelt. Sprichst du über deine Misserfolge? Zeigst du dich im Social Web auch mal im nicht so strahlend schön gefilterten Licht? Zeigst du, dass du ein Mensch bist?  Das wollen die Leute nicht sehen.

Das macht man doch nicht.

Doch. Ich mache das. Und ernte dafür manchmal eine virtuelle Ohrfeige. „Schreib nur, wenn du was Positives zu sagen hast“, lautete der Tenor eines Wegbegleiters vor einiger Zeit. „Andernfalls, halt bitte die Klappe!“. Bämm. Das hat gesessen und ich dachte darüber nach. Was passiert, wenn ich mich auch in weniger strahlenden, erfolgreichen, glücklichen Zeiten zeige? Wenn ich mich „trotzdem“ zeige? Ich werde menschlich. Ich werde zu einem von euch. Dann gibt es plötzlich ein Wir. Das heißt nicht, dass ich nicht auch Vorbildfunktion habe und zeige, wie es „in besser“ geht. Aber ich darf auf meinem Weg hinfallen – und ich darf darüber sprechen. Das bedeutet nicht, allen Leser*innen die Erlaubnis zu geben, liegenzubleiben. Wer bin ich denn, dass ich Erlaubnisse erteile? Wenn ich als Bloggerin, als Unternehmerin, als Mensch eine Vorbildfunktion besitze, dann ist es meine Aufgabe zu zeigen, dass ich nach dem Hinfallen wieder aufstehe. Ich nehme meine Leser*innen mit auf die Reise. Auf die komplette Reise – ich zeig nicht nur die schönen Ausschnitte der Highlights.

Rosarot sind nur meine Haare.

Heute bin ich seit fast 3 Jahren hauptberuflich selbständig. Ich mag, was ich tue und ich tue, was ich gut kann. Der Weg dahin war herausfordernd. Ich wusste jahrzehntelang nicht, wozu ich auf dieser Welt bin, im beruflichen Sinne. Ich hab vieles probiert. Ich hab in mehr als 16 verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Mein Lebenslauf sprengt jeden normalen Rahmen. Darf man darüber sprechen? Darf man das sagen? Ja, ich finde schon. Jetzt bin ich einen Schritt weiter – ich habe das Tal der Sinn- und Ahnungslosigkeit überquert und weiß, was meine Aufgabe hier ist. Dazu bin ich zigmal hingefallen. Und einmal mehr wieder aufgestanden. Darüber kann man schreiben. Erfahrung teilen. Und wer jetzt denkt, dass ich heute auf dem Gipfel bin und alles rosarot und himmelblau ist, den muss ich enttäuschen. Rosarot sind nur meine Haare.

Alles easy, oder?

Heute bin ich Mama. Seit 10 Wochen. Und arbeite. Geht das denn? Irgendwie. Ich hab gestern einen Instagram-Post dazu gemacht und einen auf meiner Facebook-Seite. Als ich ihn im Nachhinein gelesen habe, dachte ich, es hört sich so an, als ob alles easy-peasy funktioniert. Tut es gar nicht. Es geht. Irgendwie. Vorgestern Katastrophe, heute super, morgen wer weiß. Ich hab eine Weile überlegt, ob ich mein bleiches, übernächtiges, ungeschminktes Gesicht in die Kamera halte, im Hintergrund die Babywippe. Ich habe mich dafür entschieden. Weil es die Wahrheit ist. Und wer die nicht erträgt … feel free … Zusammenarbeiten kann und will ich mit den Menschen, die mich aushalten können. Im positiven Sinne. Verkleidungen – äußerlich wie innerlich – sind da nur Hindernisse.

Ich denke, jeder entscheidet selbst, was es bedeutet professionell zu sein und/oder zu wirken. Für mich gehören ehrliche ungeschminkte Einblicke dazu. Persönliche Einblicke. Keine privaten. Denn darum geht es nicht. Persönlichkeit zeigen ist erlaubt. Wenn du mutig genug für die Konsequenzen bist. Denn sich zu zeigen wie man ist, heißt auch, gesehen zu werden. Manchem gefällt’s, mancher wendet sich ab. Natürlich Auslese, sozusagen. Ich spare mir dadurch jedenfalls sehr viel ungeliebte Arbeit und Nervereien. Wer mit meinem ICH nicht klarkommt, der wird auch nicht zum WIR.

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