Seit Jahren ist sie im Geschäft. Es läuft gut. Betrachtest du sie von außen, denkst du: „Wow, die hat es geschafft. Sie hat sich wirklich was Tolles aufgebaut.“ Genau diese Frau sitzt immer wieder da und grübelt. „Manchmal denke ich, ich kann in Wirklichkeit gar nichts. So viele sind besser als ich“, gestand mir eine Freundin kürzlich. Sie ist genau so eine Frau. Alles großartig nach außen. Alles läuft. Und doch … 

„Habe ich genug Erfahrung?“
„Habe ich genug Ausbildungen gemacht?“
„Leiste ich genug?“
„Biete ich genügend Service?“
„Bin ich kompetent genug?“
„Bin ich meinen Preis wert?“

 

Ich würde jetzt sowas von lügen, wenn ich sagen würde, dafür gibt es ein Patentrezept. Und noch mehr lügen würde ich, wenn ich behaupte, dass ich das alles hinter mir habe. Gerade gestern sagt eine Klientin zu mir: „Ach, du hast auch solche Gedanken?“ Ja, habe ich. Immer wieder mal.
Der Unterschied zu früher ist:

 

Ich lasse mich nicht mehr davon fertigmachen. Oder zu unkontrollierten Schnellschüssen verleiten.

Wie zum Beispiel schnell noch studieren, damit der Titel vor dem Namen steht, der mir und der Welt bestätigt, dass ich was kann. Oder schnell noch einen Kurs belegen, damit ich sagen kann, mit Thema xy kenn ich mich auch aus. Oder schnell noch mit meinen Preisen runtergehen, weil ich befürchte, dass ich gar nicht soviel wert sein kann. Nein, das mach ich nicht. Nicht mehr.
Stattdessen erinnere ich mich.
An meine AHA-Erlebnisse und daran, dass es vielen Frauen ähnlich geht. Wieso eigentlich nur Frauen? Tatsächlich scheint es ein Thema von uns zu sein, dass wir uns immer fühlen, als wären wir nicht genug. Für was auch immer. Sehr vielen von uns geht es so. Und ich bin kein Fan davon, das bekämpfen zu wollen oder zu sagen, wir müssten das auslöschen. Ja, klar – wär schon fein. Aber ich fahre immer besser damit, zu akzeptieren, was ist. Es einfach mal zu umarmen (innerlich – äußerlich umarme ich nur Menschen & Bäume). Und einfach weiterzumachen. Es nicht so wichtig zu nehmen. Und AHA-Erlebnisse zu sammeln.

 

Akzeptanz schafft Bereitschaft für Veränderung.

Ich hatte gestern wieder eines: Beim Lunch-Date auf Facebook von Kristin Woltmann, während ich den Geschirrspüler einräumte und meine Tochter im Auge behielt, die herausgefunden hat, dass Schubladen ausräumen echt Spaß macht. Solange man sie nicht wieder einräumen muss.

Kristin ist Life- und Business-Coach & Mentorin für Frauen (unter anderem auch für mich) und sprach darüber, ab wann man eigentlich eine Expertin auf einem Gebiet ist. Hängengeblieben ist mir der Begriff „Erfahrungsexpertin“. Wir brauchen keinen Doktortitel (aber gratuliere dir von ganzem Herzen, wenn du einen hast – ich find es einfach toll!), hunderte von Ausbildungen und Lehrgängen, um Expertinnen zu sein.
Was wir brauchen, ist Erfahrung. Erfahrung im Leben. Erfahrung in Situationen – das macht eine Expertin aus. Nicht die Zertifikate, die an der Wand hängen. Hör und sieh dir den Talk auf Facebook gerne an, es bringt dir sicherlich auch ein „AHA“.

 

Sei eine Sonne und mach Alltägliches besonders!

Dann erinnerte ich mich an mein allereigenstes AHA-Erlebnis. Manche von euch kennen mich vielleicht noch von meinem Blog und der Laufbewegung „Turtlerunner“. Damals lief ich einfach los, nahm sehr viel ab und veränderte mein komplettes Leben. Ich war eine langsam Läuferin und genau dafür bekannt – ich wurde für Vorträge gebucht. Und stand inmitten von Doktoren, Sportwissenschaftlern und Ultra-Marathon-Läufern auf den Messen. Wo ich von meinem Weg vom Sofa über die Ziellinie eines Halbmarathons erzählte. Und ich fühlte mich soooo klein! Die anderen waren doch alle soviel schlauer und erfahrener als ich. Und dazu noch so viel sportlicher! Das Feedback der Menschen aber war grandios: Sie kamen nach meinem Vortrag zu mir, um sich zu bedanken, mir Fragen zu stellen, sich mit mir zu unterhalten. Und ich wurde wieder gebucht, und wieder. Irgendwann gestand ich meine Zweifel einem meiner neuen Freunde aus der Ultramarathon-Szene. Er lachte und meinte:

Judith, du bist wie eine kleine Sonne unter all diesen „Profis“. Die wenigsten können sich mit jemandem identifizieren, der 12 Stunden am Stück durchrennt. Aber die Leute sehen dich und bekommen Mut! Weil du so normal bist und etwas geschafft hast, was sie auch schaffen können – und du zeigst ihnen, dass es tatsächlich möglich ist!

Es geht also nicht darum, etwas Bewundernswertes zu schaffen.

Die Attraktion liegt im ganz Alltäglichen.

Es geht darum, etwas zu schaffen, was andere auch schaffen können. Das macht Mut. Das nimmt Menschen mit – damit bewegst du! Nicht mit deinem Titel, nicht mit deinen Ausbildungen, nicht mit allem, was du anbietest und kannst. Du bewegst, mit deinen Geschichten, mit deinen Erfahrungen. Darin bist du Expertin! Warst du immer schon. Und jetzt denk mal drüber nach, was du alles schon erlebt hast. Welche Themen dich in deinem Leben begleiten, worin du Erfahrung hast. Und dann lass folgende Sätze einwirken:

 

Es ist schon alles da, was du brauchst. 

Und du bist mehr als genug. 

 

Nochmal eine Minute. Los!
Wirken lassen … 59, 58, 57 … 

 

Fein, oder?

Ich finde es hat sowas Beruhigendes, wenn man sich das wieder bewusst macht. Wir sind alle schon ready to go. Und es ist völlig legitim, sich zu diesen Themen Unterstützung zu holen – denn alleine sind wir uns gegenüber einfach etwas blind. Geht mir selbst auch so. Ich sehe bei anderen, was sie nicht sehen und brauche andere, damit sie mir sagen, was ich nicht sehe bei mir selbst. Verrücktes System. Und doch: sinnvoll! Es geht nur miteinander. Weil wir eben nicht allein sind. 

 

Spricht dich das Thema an? Bist du dir auch unsicher, wo deine Stärken & Talente liegen? Überlegst du gerade, ob du nicht doch noch eine weitere Ausbildung brauchst? Hindert dich noch etwas daran, jetzt einfach rauszugehen und dich und dein Business zu zeigen? Dann lass uns gerne miteinander über dich & deine Ideen, dein Business, deine Projekte & Talente sprechen. Einfach, unkompliziert und unverbindlich. Du erzählst, ich höre zu und am Ende nimmst du etwas für dich mit. Bettina hat es so beschrieben: 
Danke für das extrem tolle Gespräch gestern! Ich hab sehr davon profitiert und bin den ganzen restlichen Tag mit einem Grinser herumgelaufen. Ich hab sogar schon Kleinigkeiten in die Tat umgesetzt!

Bildquelle Titelbild: Canva Pro

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