Was macht sie jetzt schon wieder?

Das ist wohl die Frage, die sich die Menschen in meinem Bekanntenkreis am häufigsten stellten, nachdem sie mich eine Weile nicht mehr gesehen hatten. Sogar innerhalb der eigenen Familie war ich sowas wie ein „Running Gag“, wenn es um meine Jobs und Ideen der Selbständigkeit ging.

Ich war tatsächlich sehr – sagen wir mal: kreativ. Von der Eröffnung einer Tiersitter-Agentur bis hin zum Online-DVD-Verleih war da schon einiges dabei. Mit der Zeit war ich richtig gut darin, Bewerbungen zu schreiben. Bei jedem Job dachte ich: „Das ist es! Da gehör ich hin, da werde ich gebraucht und dort werde ich mich wohlfühlen.“

Ich wünschte mir eigentlich nichts mehr, als eine Arbeit, die mich mindestens die nächsten fünf Jahre glücklich machen sollte. Ich wäre auch mit drei Jahren zufrieden gewesen. Okay, ein Jahr. Ein Jahr wäre auch schon schön gewesen. Aber ich schaffte es einfach nicht. Oder die Unternehmen schafften es nicht. Immer wieder war sehr bald klar, dass das mit uns einfach nix wird. Ich war meistens diejenige, die „Schluss gemacht“ hat. Einmal tatsächlich erst nach drei Jahren (das war meine Lehre) und einmal sogar schon nach drei Tagen.

Ich liebte die Zeit, wenn ich wusste, ich suche mir wieder was Neues. Denn diesmal war ich mir so sicher, dass es klappen würde! Endlich würde ich an die Stelle kommen, bei der ich Berge versetzen konnte, an der ich einfach vollkommen richtig war. Und genau hier liegt das Problem:

Ich war nie richtig.

Hast du grad richtig gelesen?

Ja! Und damals empfand ich es so. Ich war nie richtig. Nach jedem Job, der wieder nichts Langfristiges wurde, wuchs das Gefühl in mir, dass ich nicht in Ordnung war. Dass irgendwas mit mir nicht stimmt.

Mir ging durch den Kopf,

  • dass ich vielleicht zu sprunghaft war
  • dass ich kein Durchhaltevermögen hatte
  • dass ich nichts „aushielt“
  • dass ich mich nicht festlegen konnte
  • dass ich mich zu schnell langweilte
  • dass ich zu viel verlangte

und noch anderes mehr. Und das ging auch nicht nur durch meinen Kopf, das ging auch durch die Köpfe der anderen. Manche behielten das leider nicht da drin, sondern warfen es mir auch noch um die Ohren. Manche davon waren meine Chefs. Manche davon waren Familienmitglieder.

Und ich dachte sie hatten recht. Ich spürte es sogar. Und das machte mich extrem traurig. Doch neben der Traurigkeit war da auch noch ein anderer Teil von mir, der mit hoch erhobenem Kopf trotzig in der Ecke saß und mir keine Ruhe ließ.

Das war noch nicht alles. Da draußen gibt es mehr für dich.
Du hast „dein Ding“ nur noch nicht gefunden.

Es fiel mir zeitweise echt schwer, daran noch zu glauben. Denn ich konnte zwar viele Dinge ziemlich gut und ich war in den meisten Jobs recht universell einsetzbar – eine echte Allrounderin, die meist mit allen Menschen gut klarkam (außer mit sich selbst, wir mir damals noch nicht bewusst war), eine Einser-Schülerin mit sensationellen Zeugnissen, die es einfach nicht auf die Reihe brachte, mit einem Job endlich mal zufrieden zu sein. Wieso eigentlich nicht?

Ich konnte einfach nicht. Selbst wenn alles „gut“ war, hatte ich immer das Gefühl, dass mir das zu wenig ist. Immer hatte ich den Wunsch mehr zu tun, mehr zu bewirken, mehr zu sein. Das überforderte meine Arbeitgeber, sofern ich ihnen überhaupt die Chance gab, sich damit auseinanderzusetzen (meistens kündigte ich vorher) und das überforderte mich.

Vor ca. 7 Jahren kam dann ein vorerst kleiner Wendepunkt und diese beiden Punkte, die mich zumindest etwas ruhiger machten, teile ich heute mit dir. Denn möglicherweise liest du das, weil du die Situationen, die ich hier beschreibe, nur zu gut kennst. Von dir selbst – oder vielleicht von einem Bekannten oder einer Freundin, dann teil diesen Beitrag bitte – sie werden dir dankbar sein.

2 Tipps, wie du mit der inneren Unruhe umgehst:

#1 Akzeptiere, dass sie da ist.

Bist du ständig im Widerstand, kostet dich das Energie. Diese Energie brauchst du aber, damit du in deinem Job überhaupt durchhältst und vor allem auch dafür, dass du nicht aufgibst und den Kopf in den Sand steckst. Ich spoilere hier schon mal auf den zweiten Punkt: Die Situation in der du dich befindest ist kein „never-ending-Loop“, selbst wenn dir das gerade so vorkommt. Es ist deine Entscheidung, da auszusteigen. Und egal, wann das soweit ist, tu dir selbst den Gefallen und akzeptiere, dass es zu deiner Natur gehört, eine innere Rastlosigkeit zu spüren. Wenn du ganz mutig bist, denk über die Vorteile nach! Ja, diese Unruhe ist großartig. Sie hält dich auf Trab, sie lässt dich nicht dahinvegetieren, wie es viele andere tun. Du bist in Bewegung und zwar ständig. Dein Geist will mehr, er will erschaffen, kreieren und sich ausdehnen. Aus diesem Antrieb und dieser Fähigkeit entstehen die tollsten Dinge. Glaub mir.

#2 Mach dich auf die Suche nach deinem echten Talent. 

Du denkst vielleicht, dass du nicht richtig bist und dass du nichts so richtig kannst. Das einzige, was nicht richtig ist, ist dieser Gedanke. Sehr wahrscheinlich kannst du unfassbar viel, hast zahlreiche Interessen und Fähigkeiten – nur sind diese dort, wo du gerade arbeitest, nicht unbedingt gefragt. Wenn du Glück hast, so wie ich es damals hatte, dann hast du einen Chef oder Vorgesetzten, der dich „entdeckt“. Purer Zufall bei mir (wenn man daran glauben will) – denn eigentlich war ich als Telefondame an der Bestell-Hotline eingesetzt. Eines Tages kam der Chef und fragte, ob ich nicht vielleicht was schreiben könnte für ihn. Ich zuckte mit den Schultern, setzte mich hin und schrieb eine kleine Geschichte für unsere Kunden. Danach wurde ich versetzt, durfte eines meiner scheinbaren Talente (texten und Geschichten schreiben) Tag für Tag einsetzen und spürte, dass meine trotzige Stimme breit grinsend neben der Traurigkeit stand und sagte: „Siehst du? Ich wusste es – sie kommt jetzt langsam drauf!“ Mir war nicht bewusst, dass ich gut war im Schreiben. Es war ein Talent, das immer da war. Aber gut versteckt.

Ich war 32 Jahre alt, als ich ein Talent entdeckte, von dem ich heute lebe.

Weißt du, was das bedeutet? Es bedeutet, dass kein Zeitpunkt zu spät ist. Talente haben kein Ablaufdatum. Sie möchten einfach nur raus. Irgendwann ans Licht. Gelebt werden. Sich ausbreiten und vielen Menschen Freude machen. Sie inspirieren, weiterbringen. Dich glücklich machen. Darum geht es.

Deswegen mach dich bitte auf die Suche nach deinen Talenten. Sie sind da. Auch bei dir. Ich weiß das absolut sicher, sonst wärst du gar nicht hier, um das zu lesen. Talente sind magnetisch. Meins zieht deines an. Und umgekehrt. Sieh das hier wie eine Art Familientreff für Talente. Wenn du hier bist, dann hast du auch ein Talent. Ich weiß es.

Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, dann kontaktier mich gerne. Meld dich an zu einem unverbindlichen Kennenlern-Gespräch und wir sehen, wobei ich dich unterstützen kann und was du selbst machen kannst. Was ist die Voraussetzung dafür? Es reicht, wenn du das Gefühl hast, dass da doch noch mehr in deinem (Berufs)-Leben sein muss, als das, was du bisher erlebt hast.

Oder bist du schon selbständig?

Probierst schon eine Weile aus, was für dich stimmig ist, testest verschiedene Branchen, Produkte … ja, ich auch. Also habe ich. Mindestens vier verschiedene Anläufe habe ich gebraucht, um meine Form der Selbständigkeit zu finden. Ich sah den Wald vor lauter Bäumen nicht und ich kann dir jetzt schon sagen: So kompliziert, wie du im Moment denkst, ist es gar nicht. Es ist alles schon da. Unterhalten wir uns! 

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