In letzter Zeit habe ich plötzlich viele Dinge verstanden: Ich hab gesehen, was ich  falsch gemacht habe und wo ich falsch gedacht habe. Seit ich blogge, bin ich es gewohnt, dich mitzunehmen. Auf meinem Weg, in meiner Geschichte, mit meinen Worten & Beiträgen. Ich startete meinen veganmarathon-Blog als Tagebuch, in dem jeder mitlesen konnte – irgendwann waren wir eine echte, kleine, sehr starke Gemeinschaft. Ich habe erzählt, ihr habt kommentiert. Du hast mich bei jedem Lauf begleitet und bei jedem Schritt nach vorne. Du hast mit mir gelitten und gelacht. Bist mit mir über die Ziellinie des Halbmarathons gelaufen und hast erlebt, wie meine Kilos gepurzelt sind – wie ich mich verwandelt habe. Du warst überall mit dabei. Nur dort nicht, als alles zu Ende war.

Als ich gefallen bin. Da warst du nicht dabei.

Da war ich ganz alleine.
 
Weil ich mich versteckt habe. Weil ich dachte, jetzt bin ich nicht mehr die, die ich vorher war. Und das stimmte! Ich war nicht mehr, die die ich früher war, als meine Ehe in die Brüche ging, als ich mein Haus verkaufte, als ich wegen Schmerzen nicht mehr Laufen konnte, als ich lernen musste, auf eigenen Füßen zu stehen, mein Leben zu finanzieren und alles verlassen habe, was ich vorher hatte. Ich war nicht mehr dieselbe Frau.

Und ich habe mich so geschämt dafür.

Ich hatte das Gefühl, dich und alle anderen enttäuscht zu haben. Ich dachte, dass mein Blog, meine Abnahme und die Turtlerunner das einzig Besondere in meinem Leben waren. Ich habe einen Fehler gemacht, den vor mir schon viele andere gemacht haben:

Ich habe mich reduziert.

Reduziert auf diese eine Geschichte von mir. Reduziert auf meine Abnahme und meine Erfolge. Doch das war immer nur ein Teil von mir. Ehrlich gesagt sogar ein recht kleiner Teil. Meine Geschichte[n] sind weit umfangreicher und ich habe sie dir vorenthalten. Aus Angst. Aus Scham. Weil ich dachte, sie wären nichts Besonderes. Deswegen habe ich dich nicht mehr mitgenommen.

Ich hab dich nicht mehr mitgenommen,

als ich gelernt habe, was es bedeutet, aus seinem Leben herauszuwachsen, was es bedeutet, Konsequenzen zu ziehen und die beängstigendsten Entscheidungen in meinem bisherigen Leben zu treffen. Ich habe dich nicht dabei sein lassen, als ich mich entschieden habe, alle Mauern niederzureißen und mich wieder zu öffnen. Alles, was ich lange Zeit versperrt hatte, wieder freizulegen und mich verletzlich zu machen. Du warst nicht an meiner Seite, als ich erkannt habe, worum es wirklich geht und dass ich Teile von mir, die jahrelang weggesperrt waren, ans Licht holte und am Ende umarmte, damit sie ihren Frieden finden. Du warst nicht dabei als ich von dem Mensch, der mit Zärtlichkeit & Liebe nur wenig anfangen konnte, zu einer Frau & Mama wurde, die erkannte, dass dies zwei der wichtigsten Bestandteile ihres Lebens sind.

Die Wahrheit läuft immer schneller als du

Das alles waren Situationen und Erlebnisse der letzten Jahre, in denen ich teilweise untergetaucht war – oder nur einen kleinen Teil von mir gezeigt habe. Vor lauter Angst, nicht verstanden oder gemocht zu werden. Dass man mich kritisieren würde für mein Leben und seine Veränderungen. Und doch sitze ich heute hier und denke mir: Es ist alles gut wie es ist! Ich habe gelernt. Ich habe durchlebt. Und ich weiß mit Sicherheit, dass niemand an seiner eigenen Wahrheit vorbeikommt. Ich weiß, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem du nicht mehr anders kannst, als wirklich DU zu sein. Und ich wünsche dir, dass du in dem Augenblick den Mut aufbringst, es tatsächlich zu sein. Dich nicht dafür zu schämen oder Angst vor Kritik zu haben – denn du bist großartig. Dorthin zu kommen wo du jetzt schon bist, das war ein Weg! Und du bist ihn gegangen. So wie ich.

Veränderung ist mein Lifestyle

Und ich werde nicht müde, immer wieder darüber zu sprechen, was ich verändert habe, was sich weiterhin verändert. Teilweise von heute auf morgen. Weil ich überzeugt davon bin, dass wir unser Leben so gestalten können, dass es uns zu 100% entspricht. Dass wir uns nicht mit 80, 60 oder 40 % zufriedengeben müssen und dass du diese Fähigkeit zur Veränderung auch in dir trägst. Ich arbeite seit 25 Jahren an meinen Methoden wie ich aus diesen intensiven Phasen der Veränderung gestärkt hervorgehe. Und ich möchte sie weitergeben. Deswegen bin ich jetzt wieder an einem Punkt, wo ich lerne und leide, weil ich merke, in welchen Lebensbereichen ich noch nicht 100% zu mir stehe. Wo ich noch mehr ich sein will [muss]. Ohne Masken. Ungeschminkt. Springen, ohne zu wissen, wo ich landen werde. Weil ich nicht anders kann.Mein berufliches Leben verändert sich, verschmilzt mit meinem eigentlichen Leben. Meine Aufgaben finden mich. Das ist der Punkt an dem ich jetzt gerade bin.

Und wenn du es möchtest, nehme ich dich mit.

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