Seite wählen
 
Manchmal, wenn die Wellen wieder besonders hoch schlagen, wenn alles wieder ganz besonders dick kommt, wenn wir wieder ganz tief unten stecken im eigenen Drama oder der Dramatik des Seins an sich, dann könnte man auf den Gedanken kommen, das Leben wäre echt kompliziert.

Dann hagelt es plötzlich „Zeichen“.

Zeichen dafür, dass dein Business noch nicht dort ist, wo es sein soll – zuwenig Kunden, zuwenig Sichtbarkeit, zuwenig Ideen – dafür genügend Rechnungen, Rückzahlungen und Vorauszahlungen.

Zeichen dafür, dass du noch nicht dort bist, wo du eigentlich schon längst sein wolltest – zuwenig Bewegung, zuviel Gewicht, zuviele Streitereien, zuwenig Zärtlichkeiten, zuviel Last auf deinen Schultern, zuwenig Unterstützung und so weiter.

Welcome to the tunnel!

Alles ist so verfahren, nirgends scheint ein Ausweg. Du hängst zwischen zwei Stühlen: der alten, gewohnten und vertrauten Lebenssituation [selbst wenn sie nicht gerade das ist, was du wolltest – aber du bist es so gewohnt] und dem neuen, unbekannten Terrain. Du hängst deswegen zwischendrin, weil du vom Gewohnten partout nicht wegwillst, aber sich Veränderungen von Natur aus nicht aufhalten lassen [mehr dazu hier].

Und da – zwischen den Situationen – da fühlt sich tatsächlich alles kompliziert an. So als würde es nie ein Ende nehmen. Du hast das Gefühl, alles zerrt an dir, nur leider in verschiedene Richtungen. Das tut weh. Das nimmt dir die Luft. Das macht müde. Vielleicht bist du aber auch ein wenig aufgeregt, denn im Augenblick fühlst du alles ein wenig intensiver als sonst. Vielleicht bist du aber auch traurig oder gar verzweifelt.

Es ist, als würdest du in einem Tunnel feststecken, aus dem du einfach nicht ins Freie siehst. Vielleicht hast du den Eindruck, es gab nie sowas wie Luft oder Licht. Es existiert einfach nur noch dieser dunkle, unendliche Tunnel. In dem Moment kannst du dir das vielleicht nicht vorstellen, aber es gibt tatsächlich einen Ausweg. Genaugenommen sogar zwei. Aber nur einer von beiden funktioniert für dich. Wenn du soweit bist. Denn in Wahrheit ist das Leben überhaupt nicht kompliziert. Sondern sogar sehr simpel. So simpel, dass es nur zwei Wege gibt, wie du aus einem Tunnel rauskommst.

Nochmal ganz klar: Der Tunnel ist der Bereich, in dem du dich befindest, wenn du dich einer Situation/ einer Veränderung [die ohnehin schon stattgefunden hat], widersetzt, weil du sie [noch] nicht akzeptieren willst oder kannst. Und dieses Widersetzen ist schmerzhaft und anstrengend. Der Tunnel ist der Ort, an den du gelangst – und wo du vor allem verharrst – wenn du [noch] keine Entscheidung getroffen hast.

Zwei Gründe, wieso du noch nicht bist, wo du sein willst und wieso du noch nicht hast, was du haben möchtest

Es gibt tatsächlich nur 2 Gründe [und damit zugleich Auswege] wieso du überhaupt da drin gelandet bist.

1. Du bist noch nicht an dem Punkt, an dem du keine andere Wahl mehr hast. Oder aber:
2. Du hast noch nichts gefunden, für das es sich lohnt, aufs Ganze zu gehen.

Der Gamechanger & die Sintflut

In dem Tunnel hängst du drin, wenn du nicht weißt, was du wirklich willst. Oder/ und wenn du eine längst fällige Veränderung nicht akzeptieren willst. In beiden Fällen wartest du. Du wartest, dass von außen was passiert. Dass jemand kommt, der dich da rausholt. Du hoffst, dass da jemand ist, der weiß, wo’s langgeht. Dass dich jemand rettet. Solange du darauf wartest, hast du eine [vermeintliche] Wahl. Die Wahl, abzuwarten. Weil da ja vielleicht jemand ist …

Erst wenn du diese Alternative ad acta gelegt hast und dir abgrundtief ehrlich ins Gesicht schaust und sagst:

„Da kommt aber niemand!“

erst dann weißt du, was es bedeutet, keine Wahl mehr zu haben. Erst wenn du verstanden hast, dass niemand – absolut niemand da draußen, weder dein Partner, noch dein Ex, noch dein zukünftiger, noch die Mama, noch der Papa, noch die Schwester, der Boss, der Geschäftspartner, die Kollegin oder sonstige Hinzes oder Kunzes – kommen wird/ werden, um deine Entscheidungen zu treffen, um dein Leben in die Hand zu nehmen, um dein Business aufzumöbeln, um deine Beziehungen zu klären, um deine Probleme zu lösen, weißt du, was du zu tun hast.

Du verstehst, dass du keine Zeit mehr zu vergeuden hast. Du verstehst, dass du selbst es bist, die sich am Schlafittchen aus dem Tunnel ziehen kann. Ziehen muss! Denn du hast keine Wahl. Keine Wahl mehr zu haben ist einer der ehrlichsten und schmerzhaftesten Momente im Leben. Und ein Moment, in dem sich alles ändern kann.

Wenn du verstehst, dass du selbst der Gamechanger bist.

Weniger schmerzhaft, dafür kaum weniger unbequem ist die zweite Variante: Etwas zu haben, wofür es sich lohnt, aufs Ganze zu gehen! Es ist doch so: Damit wir Menschen uns aus unserer Bequemlichkeit bewegen, aus unserer Komfortzone auch nur mal den kleinen Zeh hinausstrecken und ins kalte Wasser dippen, dafür braucht es schon was. Entweder den Punkt an dem das Leiden, der Schmerz, der Druck etc. absolut nicht mehr auszuhalten ist (Du hast also keine Wahl mehr!) oder aber ein Leuchtfeuer, ein Ziel, ein Wunsch, eine Sehnsucht, die so stark ist, dass du im Grunde genommen auch keine andere Wahl mehr hast – du MUSST dorthin. Koste es, was es wolle. Dafür nimmst du jede Unbequemlichkeit in Kauf. Dafür gehst du los, brichst alle [dir selbst auferlegten] Regeln und setzt kompromisslos einen Schritt nach dem anderen. Hinter dir die Sintflut!

Erlebt habe ich beides: Den Moment, als mir bewusst wurde, dass ich mich über 10 Jahre lang versteckt hatte und ich wusste, das geht nicht mal mehr für einen Tag länger gut. Weil es zu schmerzhaft war, nicht alle Teile von mir anzunehmen und zu zeigen. Und auch den Augenblick, als ich aufwachte mit diesem Marathon-Bild im Kopf – und plötzlich brannte ein Feuer in mir, von dem ich bis heute nur raten kann, wo es herkam. Aber ich wollte einfach diese Marathon-Läuferin sein, die ich da im Traum gesehen hatte. Nichts hätte mich davon abhalten können.

Steckst du in der Wiederholung der Wiederholung?

Bist du also gerade in dieser Situation? Immer noch? Oder schon wieder? Quasi dein Loop, der sich immer wiederholt. Steckst du da drin, dann deswegen, weil es entweder noch nicht schlimm genug ist [weil du immer noch was aushältst und somit die Wahl hast] oder weil du noch nichts gefunden hast, wofür es sich lohnt, auszusteigen. In beiden Fällen kann ich dir versichern: Es wird intensiver werden. Ich hab es im anderen Artikel schon geschrieben, die Anzeichen werden sich verstärken.

In meinem bisher schlimmsten Tunnel habe ich es damals so weit getrieben, ich habe es dermaßen zelebriert in dieser Situation bewegungslos auszuharren, darauf zu warten, dass etwas geschieht – ich habe förmlich um eine Ohrfeige gebettelt! Die ich dann auch bekam. Aber hui, das war nicht lustig. Ich habe gewartet und gewartet, mich damals sogar unglaublich spirituell gefühlt, ich war mir so sicher, dass da jemand kommt, der mich rausholt. Ich wusste sogar wer. Also ich dachte es. Letzten Endes habe ich genau von diesem Menschen eine knallharte Absage bekommen. Und bin aufgewacht. Wieder zu mir gekommen. Und wusste plötzlich: Ich bin es! Ich bin die, die das Ding jetzt rumreisst.

Weil ich keine andere Wahl mehr hatte. Und ich habe es getan. Noch am selben Tag. So wie ich mich damals am selben Tag zum Viertel-Marathon angemeldet habe. Ich habe es einfach getan. Eine Entscheidung getroffen und ein Zeichen gesetzt.

Und darum geht’s, wenn du rauswillst. Wenn du die Dinge wieder selbst in die Hand nehmen willst.
Vielleicht zum ersten Mal überhaupt. Wenn du endlich die Verantwortung wieder zurückholen willst.
Dann machst du genau das:

Du beziehst Stellung!

Und wenn du Unterstützung dabei brauchst, dann schreib mir. Ich schreibe dir das hier aus jahrelanger Erfahrung einer Tunnelfrau. Einer meiner längsten Tunnelaufenthalte dauerte über 10 Jahre, einer der schmerzhaftesten über 6 Monate und einer der kürzesten – übrigens gerade vorgestern – ziemlich genau 30 Minuten. Das ist das Tolle daran: Wenn du lernst, bewusst damit umzugehen, verschwindet der Tunnel zwar nicht, aber du findest schneller wieder raus.

Lass mich wissen, wo du grad [fest]steckst.

Deine Judith

Wie wär's damit …?

30 Minuten für dein Projekt …

Kontaktier mich!

Lass uns miteinander chatten. Im wahrsten Sinne des Wortes via Facebook, whatsApp oder ganz klassisch: wir telefonieren! Dazu vereinbaren wir einen Termin, der für dich reserviert ist. Mach's einfach.

11 + 6 =

Pin It on Pinterest

Share This