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In der vergangenen Woche bekomme ich es wieder stark zu spüren. Genervtes Augenrollen, unterdrücktes Seufzen und die Frage: „Wieso bringst du nicht einfach mal was zu Ende?“ Praktischerweise wird das „irgendwas-stimmt-nicht-mit-mir“-Gefühl gleich direkt mitgeliefert. Ich bin also mal wieder nicht so wie man zu sein hat. Ich befolge mal wieder nicht den Plan, den man mir vorgibt. Nein, ich drehe Ehrenrunden, fahre Karussell, stelle die Dinge in Frage. Und mich selbst. Immer wieder mich selbst.

Was lässt dich immer wieder auf Start zurückgehen?

Will sie wissen. Hm. Ich würde sagen, es ist mein „da stimmt außen noch nicht mit innen zusammen“-Alarm, der immer wieder anspringt. Meine eigene Messlatte, die es mir nicht erlaubt, weniger als 100% Authentizitätsfaktor durchgehen zu lassen. Ein Wunder (oder auch nicht), dass ich ausgerechnet im Marketing arbeite. Denn im Grunde, bin ich ziemlich unbequem. Ich finde es einfach nur grandios, wenn wir vor uns selbst die Hosen runterlassen und uns ehrlich ins Gesicht schauen und in die Seele. In die Abgründe. Und von dort alles nach oben holen, was viel zu lange keine Sonne mehr abbekommen hat. Wenn ich dann mit diesem Wissen um mich selbst nach draußen gehe und mein Marketing (so ich denn eins brauche, weil ich ein Business habe) genau darauf aufbaue. So unperfekt-perfekt wie ich bin. Weil es einfach ehrlich ist. Ich mit mir und ich mit dir.

Diese Woche ist es also wieder geschehen. Ich rotiere, mache, tue, entwickle, wie verrückt … und hab mal wieder meinen eigenen Faden verloren. Einfach mal vergessen, wer ich bin. Wieso ich so „unbeständig“ bin. Wieso ich nie was fertig kriege. Wieso ich nicht ordentlich bin und die Dinge nie ordnungsgemäß befolge. Ich fühle mich schon wieder ein kleines bisschen schlecht, weil ich eben nicht so richtig bin, wie die anderen. Aber dann … 

Chamäleon at heart.

Dann erinnere ich mich. Dass Identitätskrisen zu meinem Wesen dazugehören. Dass ich eigentlich schon lange weiß, wer ich bin. Welche Persönlichkeit ich in mir trage. Dass es in meiner Natur liegt, die Rollen zu wechseln, wie andere (hoffentlich) ihre Unterhosen. Dass mein Antrieb stetige Transformation ist. Dass ich niemals einfach SEIN kann, wenn ich ständig im WERDEN bin. Identitätskrisen sind absolut mein Element – wenn es etwas Beständiges in meinem Leben gibt, dann das. Da bin ich zuhause, da kenn mich mich aus. Weil es meiner Natur als „Shapeshifter“ entspricht, so zu sein. Nein, das ist ganz und gar nichts Schreckliches – zumindest nicht, wenn man schon sein ganzes Leben so ist, weil man eben so ist. Es ist sogar ganz wunderbar: Denn mein innerster Antrieb ist es, anderen Menschen zur Transformation zu verhelfen. In ihnen den Wunsch auszulösen, sich ebenfalls zum Besseren zu wandeln. Vorwärtskommen. Aus der Bequemlichkeit rausgehen. Metamorphose wagen. Ich blättere also im Buch meiner geliebten Archetypen. Streichle über den Shapeshifter, seine vielen Gesichter (und Geschichten) und sein Credo, das ganz oben auf der Seite steht in dicken Buchstaben:

I am not what happened to me – I am what I chose to become.

Ein Zitat von C.G. Jung – dem ich und der Rest der Welt diese Typisierung des Unbewussten verdanke. Und ich verneige mich gedanklich einfach nur mit einem schlichten „Danke“. Dank dir weiß ich, dass mit mir alles in Ordnung ist. Dank dir weiß ich, wo meine Stärken liegen und wo meine Schwäche zuhause ist. Dank dir weiß ich, dass meine Phoenix-Mentalität angeboren ist und sie mein Markenzeichen ist – kein Makel. Dank dir weiß ich, dass ich anders sein darf, weil das mein innerstes Wesen ist – und dass ich dennoch ordentlich genug bin. Für meine eigenen Maßstäbe. Nicht für die der anderen. Dank dir weiß ich, dass die Dinge anders liegen, als sie scheinen: Ich bringe die Dinge immer zu Ende – nur ist mein Ende vielleicht an einem völlig anderen Punkt erreicht, als das, was du für das Ende hältst.

The missing link

Und wie hält das jetzt alles zusammen?
Identitätskrisen im Business, Corporate Wordings entwickeln, Personal Branding, Tagebuch schreiben, Transformation, ein permanenter Selbstfindungstrip – für UnternehmerInnen & Menschen ohne Business, dafür mit Geschichte(n). Was ist das verbindende Element? Wo fließt das eine ins andere – wie gehört alles zusammen?

Übers Schreiben. Über die Worte. Über den Text.

Das ist mein verbindendes Element. Das ist mein Faden, der sich überall durchzieht. Ich surfe durch meine Identitätskrisen indem ich schreibe. Ich finde mich selbst (wieder), indem ich schreibe. Ich arbeite mit Kunden, indem wir reden, schreiben, erkennen, Persönlichkeiten und Archetypen festlegen und die Sprache, die Worte dafür finden. Ich schreibe mich aus den meisten Krisen – privat oder geschäftlich – selbst heraus. Und ich lasse meinen Kunden schreiben. Es ist leichter, das Muster in geschriebenen Texten zu erkennen. Für mich, wenn du meine Kundin bist und ich mit dir am Wording & an deiner Business-Persönlichkeit (Archetypen) arbeite – aber auch für dich, wenn du meine Kundin bist und du einfach nur mit dir selbst in den Schreibprozess gehst.

Die Selbsterkenntnis am Ende – die SelbstWAHRnehmung ist das, worum es in Wirklichkeit geht: Zu wissen, wer man ist – mit allem pipapo. Genau das mit offenen Armen in Empfang zu nehmen und sich zu denken:

„WOW! Das bin also ich – wie cool!“

Wenn du ein Mensch mit Business bist, dann hängst du noch diesen Satz hintendran: „Das muss ich jetzt unbedingt mit der gesamten Welt teilen!“ Weil das alles ganz schön umwerfend ist und weil dein Marketing plötzlich viel mehr Spaß macht.

Weil’s ganz plötzlich Wurscht ist, was die anderen sagen.

Weil du dich dann selbst erkannt und angenommen hast, weil du weißt, wie du tickst und was du brauchst und wie du das in Worte fasst (ob jetzt nur für dich oder für andere wie z.B. deine Kunden) – deswegen bekommst du plötzlich ein sehr ruhiges Gefühl im Bauch oder beim Herz. Weil es dir auf einmal ziemlich egal ist, ob andere finden, dass du was nicht richtig machst. Oder dass du dieses oder jenes anders tun müsstest. Oder gar anders SEIN müsstest. Nein, musst du nicht. Wirst du nicht. Weil du einfach bist, wer du bist. Weil du das weißt und weil du es wertschätzen kannst. Du hast dann gar kein Bedürfnis mehr danach, irgendwas anderes sein zu wollen.

Und wenn ich das so schreibe, klingt doch alles eigentlich ganz logisch:

Was machst du so beruflich? – Ich bin Beraterin. – Ach ja? Wofür? – Für Identitätskrisen & kreative Selbstfindungstrips im Business und sonst im Leben. – Und wie hilfst du den Leuten? – Erstmal schreiben wir was.

 

Hast du Lust bekommen zu schreiben?

Für dich selbst zur kreativen Arbeit mit deinen Themen? Magst du ins Journaling einsteigen – oder sagt dir der Begriff noch gar nichts? Im Dezember 2019 starte ich mein erstes Online-SchreibRetreat für alle, die mit sich selbst in einen kreativen Schreibprozess gehen wollen. 15 Tage nur für dich. Du musst weder Urlaub nehmen, noch wegfahren von zuhause. Du kannst natürlich, wenn du willst – aber du kannst auch einfach zuhause bleiben und dir täglich etwas Zeit nehmen für dich und die Fragen & Aufgaben, die ich dir stelle. Wenn du spürst, dass es an der Zeit ist, ein paar Dinge für dich zu klären – eine Entscheidung zu treffen – dich endlich aus einer belastenden und/oder stagnierenden Situation zu lösen, dann schau dir die Ausschreibung vom Retreat an. Ich nehme für dieses 1. Schreib-Retreat max. 12 Wagemutige auf. Vielleicht ist es ja genau das Richtige für dich! 

Wenn dich das interessiert, dann schreib mir und ich schick dir vorab alle Infos.

 

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