Seite wählen
 

Mit Anfang 20 hab ich nach der großen Liebe gesucht – dem einen für immer, bis der Tod uns scheidet. Bei jeder Stellenanzeige dachte ich mir: „Das ist es!“ Ich sah mich dort glücklich, zufrieden und erfüllt arbeiten, bis irgendwann die Pension an die Tür klopfte und endlich mein arbeitsfreies Leben beginnen würde.

12 Jahre und 16 Jobs später, erinnere ich mich, dass ich irgendwann angefangen habe, mich nur noch auf befristete Stellen zu bewerben. Das Schlimmste, was man mir anbieten konnte, war eine „unbefristete Anstellung“. Getoppt wurde das Grauen nur noch, wenn zusätzlich noch von einer „vierwöchigen Probezeit“ die Rede war.

Vier Wochen Probezeit?

Alleine bei dem Gedanken daran, dass ich nach lächerlichen 30 Tagen in einer festen Beziehung mit einem Arbeitgeber sein sollte, den ich dann vielleicht (ok, sehr wahrscheinlich und eher früher als später) nicht mehr wollen würde, verursachte mir unglaublichen Stress. Die Lösung waren für mich befristete Stellen, aber meist war mir selbst das zu lang. Ich war mit den Jobs immer irgendwie früher durch, als das geplant war. Alles gelernt, was ich lernen konnte – alles erfahren, was ich erfahren konnte – passt, der Nächste bitte!

Irgendwann geht dir das aber auch ziemlich an die Substanz und die Fragerei der anderen (Was macht sie jetzt schon wieder?) nervt zusätzlich. Ich fühlte mich unbeständig, nicht anpassungsfähig, ich war eine, die „nichts aushielt“ und die nicht wusste, was sie will.

Heute bin ich bald im 5. Jahr selbständig.

Problem gelöst?

Ganz im Gegenteil. Aktuell schleppe ich wieder sowas mit mir rum. Seit ca. 3 Jahren bereits. Die Sache mit der Identität – wer bin ich? Was mache ich? Wofür stehe ich? Was trage ich nach draußen? Mal so, mal so, heute das, übermorgen doch wieder anders … Was ist denn eigentlich das Problem? Und ist es tatsächlich eines? 

Ich will zwei Dinge gleichzeitig!

Einerseits will ich mich nicht festlegen, aus Angst, dass mich das einengt, dass es sich zu starr anfühlt, dass es zu unflexibel und unbeweglich ist. Und ich glaube, diese Angst ist es, die es uns – die wir nach außen hin so unbeständig erscheinen – sehr schwer macht, von einem Fleck zum anderen zu kommen. Von A nach B zu gehen. Wir gehen lieber überhaupt nicht, als dass wir uns festlegen! Wir sind selbständig, ohne eine Visitenkarte zu haben, weil wir nicht wissen, was wir draufschreiben sollen. Abgesehen vom Namen vielleicht. Aber hey – selbst der kann sich ändern! Vielleicht haben wir auch keine Webseite – oder wir haben eine, aber die verstecken wir lieber, denn was da drauf ist – huh, nicht wirklich aussagekräftig. Und wieso? Weil wir nicht wissen, was wir sagen sollen. Oder wollen. Vielleicht machen wir lieber mal gar nicht auf uns aufmerksam, aus Sorge, dass da noch jemand kommen könnte, der die Lieblings-Hass-Frage stellt: „Was machst du überhaupt?“ Bäh. 

Und jetzt stell dir vor, es kommt noch ein zweites Bedürfnis dazu:

Der Wunsch nach Sicherheit und Beständigkeit.

Ich hab diesen enormen Wunsch etwas Beständiges zu erschaffen. Etwas für die Ewigkeit. Etwas, das bleibt. Ich möchte mich selbst und mein Geschäft am liebsten als einen Fixstern im Universum betrachten. Mein persönliches Stück Sicherheit & Kontrolle. Etwas, woran ich mich festhalten kann – weil ich weiß, ich bin genau die, die exakt das macht und das wird für immer & ewig so bleiben. 

Hier prallen zwei Welten aufeinander!

Dieser irrationale Wunsch nach Sicherheit ist leider völlige Utopie: Alles verändert sich. Ich verändere mich. Mein Business verändert sich. Es hat sich immer schon verändert – es war immer in Bewegung – es wird immer in Bewegung sein. Es hat sich bereits verändert, bevor es überhaupt begonnen hat!

Und dann schau ich meine Tochter an. 14 Monate seit gestern. Seit sie auf der Welt ist, lerne ich, jeden Tag damit umzugehen, das absolut nichts so bleibt wie es ist. Ich muss es lernen, ob ich will oder nicht. Jeden Tag verändern sich die Dinge. Jede Minute verändern wir uns, verändert sie sich. Keine Woche gleicht der anderen – absolut nichts ist planbar oder gar vorhersehbar!

Und dennoch habe ich den Anspruch und das Bedürfnis, etwas zu erschaffen, etwas darzustellen, das Sicherheit bietet. Mir und vielleicht auch dem, der mit mir in Kontakt tritt. Ein Business, dass Beständigkeit ausstrahlt. Beißt sich das mit dem Wunsch, mich nicht festzulegen?

Ich denke gerade einen Gedanken, der mich sehr frei im Kopf macht. Und vielleicht hilft er dir auch: Was wäre, wenn es gar nicht darum geht, sich für immer & ewig für etwas zu entscheiden?

Was, wenn wir eine Entscheidung für jetzt & gleich treffen?

Eine Entscheidung, die für diesen Moment passt. Vielleicht für ein paar Momente länger. Tage. Wochen. Monate. Den Zeitraum lassen wir offen. Dadurch laden wir die Veränderung ein. Sie darf stattfinden und wir treffen dann, wenn es nötig ist, eine neue Entscheidung, eine neue Wahl. Nicht für immer & ewig. Aber für jetzt & gleich.

Für dieses Jetzt&Gleich, das uns jetzt gut tut.

Das uns jetzt möglich ist. Das uns jetzt richtig erscheint.

Vielleicht ist es dieser Gedanke, der uns in Bewegung bringt, der uns dazu verhilft, uns endlich aus der Schockstarre zu lösen. Einen Schritt nach vorne zu machen. Ohne den Anspruch zu haben, das es endgültig sein muss.

Vielleicht tauschen wir das „endgültig“ lieber durch ein „echt“ aus:

Machen wir einen echten Schritt nach vorne.

Auf unseren eigenen Weg. Der uns entspricht. Und der nicht versucht, andere zu imitieren, weil es vielleicht der gängigere Weg ist, der leichtere oder der Weg, der anerkannt ist, weil ihn soviele andere gehen.

Vielleicht ist es noch gar kein Weg, sondern ein paar Schritte am Wegesrand. So ein wenig neben der Spur. Dort soll’s doch auch ganz nett sein. Und muss ja auch nicht für immer & ewig sein.

Bist du auch so eine?

Willkommen 🙂

Kommt dir vielleicht anstrengend vor, ist es teils auch. Aber in Wirklichkeit ist es eine ziemlich tolle Sache, hinter der oft eine Vielfachbegabung steckt. Deswegen auch die Sache mit dem Nicht-festlegen-Wollen. Wir können einfach Vieles und lieben es, viel zu können und zu tun. Einbahnstraßen sind nicht so unser Ding. Sackgassen noch weniger. Überall und nirgends, alles und gar nichts. Unser Lifestyle. Falls du ein Business hast oder startest und immer noch keine Visitenkarten hast, weil dir der Name fehlt … kontaktier mich! Ich mach zwar keine Visitenkarten, aber der Rest ist mein Ding. Erzähl mir, wofür du gerne eine Lösung hättest – und ich sag dir, was ich alles kann!

Und erinnere mich bitte daran und schreib’s mir unbedingt in die Mail, wenn du mir schreibst: das Thema „Spezialistin vs. Generalistin“ steht absolut auf meiner Blog-Wunschliste, über das ich schreiben will. Unbedingt. Wenn nicht grad das Leben oder andere Unvorhergesehenheiten dazwischenkommen. Wenn dich das interessiert, stups mich bitte!

So, du bist dran. Was wünschst du dir? Und bist du auch so eine?  

Wie wär's damit …?

30 Minuten für dein Projekt …

Kontaktier mich!

Lass uns miteinander chatten. Im wahrsten Sinne des Wortes via Facebook, whatsApp oder ganz klassisch: wir telefonieren! Dazu vereinbaren wir einen Termin, der für dich reserviert ist. Mach's einfach.

7 + 3 =

Pin It on Pinterest

Share This