Hast du es schon erlebt, dass du ein Geschenk bekommen hast und dir absolut sicher warst, zu wissen was drin ist? Du packst es aus und freust dich so sehr auf den Inhalt, weil du dir genau das schon lange gewünscht hast. Und dann das: Statt der gewünschten Kette mit den beiden verschlungenen Buchstaben und dem kleinen Diamanten in der Mitte liegt dort eine BH-Erweiterung. Selbe Größe der Schachtel, völlig anderer Inhalt.
Wenn du nicht gerade schwanger bist und dir nichts sehnlicher als eine BH-Erweiterung wünschst (mir ging das jedenfalls so in meiner Schwangerschaft), dann ist die Enttäuschung bei diesem Geschenk inkludiert.

So ungefähr hab ich mich im ersten Moment gefühlt , als wir in Mexiko angekommen sind. Statt 30 Grad, Palmen und Strand, bekomme ich Wolldecken, einen Radiator, eiskaltes Wasser und 5-10 Grad. Das ist also Mexiko!? Nicht ganz: Das ist auch Mexiko! Eine Seite von vielen. Eine Region von vielen. Eine Facette unter tausenden. Und so geht es uns tagtäglich: Wir hegen Erwartungen. Wir haben Vermutungen. Und wir sind enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden. Als Mensch glaube ich, dass es wunderbar ist, enttäuscht zu werden. Eine Freundin sagte einst:

Eine Enttäuschung ist immer das Ende einer Täuschung.

Ist das kein Grund zu feiern?

Eine Illusion ist zerplatzt!

Was übrigbleibt ist das Ehrliche, das Unverschleierte. Wir wissen wo wir dran sind. Endlich!

Als Unternehmerin sehe ich es noch etwas differenzierter: Ich glaube, dass es in unserer Verantwortung liegt, das richtige Geschenk zu sein. Unsere Verpackung so zu gestalten, dass wir erkannt werden – egal ob wir das zarte Goldgeschmeide für den Schwanenhals sind oder die praktische BH-Erweiterung, die endlich wieder Luft zum Atmen verschafft. Und wodurch tun wir das?

Durch unsere Sprache.
Durch unsere Themen.
Durch unsere Botschaften.
Und immer wieder durch unsere Persönlichkeiten.

Nicht zuletzt spart es uns viele mühsame Gespräche, Aufträge, die keine Freude machen, fehlende Aufträge, angestrengtes Arbeiten, Endlos-Diskussionen, die ihren Ursprung in einer unterschiedlichen Werte-Welt haben könnten und vieles mehr.

Miese Aufträge: Hast du Angst?

Ich habe gut reden, weil ich genau das aktuell wieder einmal durchlebe. Ich habe mich vor gar nicht so langer Zeit selbst nicht richtig kommuniziert. Ich war in der falschen Verpackung unterwegs, schürte Erwartungen, die ich nicht erfüllen will. Und wieso passierte mir das? Aus zweierlei Gründen:

1. Ich hatte keinen Schimmer, ob ich die Kette oder die BH-Erweiterung bin.
2. Ich hatte Angst [nicht erfolgreich zu sein].

Beides ist nicht besonders zielführend auf dem Weg zu einer Arbeit und einem Unternehmen wie ich es mir vorstelle: erfüllendes Schaffen, inspirierendes Kreieren, gemeinsames Herausarbeiten der Besonderheiten einer Geschichte. Dennoch sind es nur zwei Gründe.

Keine Hindernisse.

Wenn ich nicht weiß, wer ich bin, woher soll ich wissen, wie ich mich verpacke, um erkannt zu werden?

Lösung: Herausfinden wer ich bin. Check, ist inzwischen erledigt.

Wenn ich Angst habe, nicht erfolgreich zu sein, in meinen Rechnungen zu versinken, zuwenig Aufträge oder Kunden zu haben, dann machen wir gern folgendes: Wir nehmen alles an, was wir bekommen können. Aus Verzweiflung. Aus Sorge. Aus Angst. Wir sind in einer Haltung gefangen, in der wir annehmen müssen, was uns “zuläuft” – über Empfehlungen oder anderen Wegen. Wir sind passiv statt aktiv. Wir denken, wir haben keine andere Wahl. Und das ist alles andere als ein befreiendes Gefühl.

Hier kommt meine Erkenntnis daraus, mit der ich mich jetzt extraweit aus dem Fenster lehne:

In 99% aller Fälle, waren diese Jobs, die vor allem über Mundpropaganda entstanden, einfach nur spaßbefreit. Sie waren nervig, zeitaufwändig, anstrengend, hart verdientes Geld. Das komplette Gegenteil von dem, was ich mir wünsche. Und jetzt spring ich sogar aus dem Fenster:

Bitte empfiehl mich nicht weiter!

Es sei denn: Du hast bereits mit mir gearbeitet. Oder [und das ist der wichtigste Argument für eine unbedingte Weiterempfehlung]: Du liest meinen Blog, kennst meine Gedanken, weißt, womit ich mich beschäftige und kannst dich damit identifizieren. Denn genau deswegen entstanden die spaßbefreiten Weiterempfehlungen: durch Mund-zu-Mund-Propaganda von Kollegen, Bekannten und anderen Menschen, die nie wirklich mit mir gearbeitet hatten, denen ich selbst nicht völlig überzeugt sagen konnte, was ich mache. So war ich für viele eine Texterin – und wurde so weiterempfohlen. Wo ist das Problem? Ich bin keine Texterin. Ja, ich schreibe. Texte zu schreiben – ob für deine Webseite oder andere Angelegenheiten – die deine Persönlichkeit hervorheben, gehört zu meinem Business. Es kann ein Teil davon sein. Eine Facette. Sowas wie 0 Grad in Mexiko. In dem Moment wo ich selbst nicht weiß, wo ich mich selbst [noch] nicht verstehe und sehe, will ich keine Weiterempfehlungen von anderen, die zu wissen glauben, was ich anbiete. Bekommst du sie trotzdem: Nutze sie, um zu lernen. So wie ich es getan habe und immer noch tue.  

Es braucht wirklich Mut, sowas zu sagen. Den Gedanken dazu trage ich seit mindestens 6 Monaten mit mir herum. Heute schreibe ich ihn auf. Sende ihn nach draußen. Als kleine Erinnerungshilfe für mich selbst und für alle von euch, die es gerade brauchen. Denn es ist nicht leicht, einen Job abzulehnen, wenn du gerade freie Kapazitäten hast und mit deiner Arbeit deinen Lebensunterhalt verdienst. Und doch: Es kostet mich [und dich auch!] weit mehr, den falschen Job zu machen, als aktiv auf den richtigen hinzuarbeiten. Das gelingt mir, indem ich mich zu erkennen gebe. Indem ich präsent bin. Womit ich wieder beim Anfang – dem Geschenk, dem Präsent – bin:

Sei ein Geschenk für die Welt. Da draußen gibt es Menschen, die genau auf dich warten. Weil du etwas hast, etwas tun kannst, wofür sie dich brauchen. Weil das niemand anderer übernehmen kann.

Kleine Checkliste für Lichtgestalten!

Um direkt einzusteigen, orientiere dich gern an diesen Fragen:

  • Weißt du wer du bist als Unternehmerin?
  • Kennst du deine Werte?
  • Wo & wie kommunizierst du sie?
  • Check deine Webseite: Passt die Verpackung?
  • Check deine Texte: Passt der Inhalt?
  • Check deine Kanäle: Bist du da, wo du gebraucht wirst?

Vielleicht nutzt du die Weihnachtszeit, um dir ein paar Gedanken über Geschenke zu machen. Vergiss deine eigenen nicht. Wenn du Unterstützung dabei suchst, kontaktiere mich gern. Wir starten Ende Januar mit dem „CLAIM-TO-FAME“-Programm. Ein Acht-Wochen Online-Kurs für nur 3 Unternehmerinnen – inkl. Erstellung deiner eigenen WordPress-Webseite. Für alle, die bereits ein Business haben, ihr Licht aber bisher noch nicht unterm Scheffel hervorgeholt haben. Aus den oben genannten Gründen. Wenn du die anstrengenden Aufträge gegen die „genau richtigen“ eintauschen magst, dann melde dich. Ein Platz ist noch frei, nutze den Earle-Turtle-Preis bis 31.12.2019.

Wir starten Ende Januar mit einem Tusch ins neue Jahrzehnt. Willst du mehr wissen? Klick auf den Button! 

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