„Ich bin jetzt bereit, mit meinem Business durchzustarten. Visitenkarten und Flyer hab ich schon. Jetzt muss ich ins Internet – ich will gefunden werden!“

Im nächsten Schritt verrät sie mir, dass sie gleichzeitig richtig Angst vor der Sichtbarkeit hat und lieber unsichtbar bleiben würde: Man liest ja soviel heutzutage – diese Transparenz der eigenen Daten, Werbungen, die auf dein Suchverhalten hin geschaltet werden, Hacker-Angriffe und und und …

Die Welt ist nicht gänzlich ungefährlich.

Online schon gar nicht.

Und doch sind sie da draußen: die Menschen, die dich suchen. Die dich brauchen. Manche entdeckst du vielleicht beim Busfahren, beim Netzwerktreffen, zuhause bei der besten Freundin beim Geburtstag – aber andere sind eben in der Online-Welt unterwegs.

Sie sagt, sie macht sich schon ein wenig Gedanken darüber, dass man eben auch angreifbar wird, wenn man sichtbar wird. Und ich beginne mit dem Wort zu spielen.

Angreifbar vs. greifbar

Seit 10 Jahren bewege ich mich in dieser Welt. Weitestgehend unbeschadet. Vertrauensvoll und inzwischen auch vertraut. Ich ersetze das „an“ von angreifbar durch „be“ wie „begreifbar“. Wir werden begreifbar, wenn wir uns sichtbar machen. Wir stoßen auf Verständnis, auf Resonanz. Wir werden gesehen, von denen, die uns finden und sehen wollen. Ich lasse dieses „an“ auch gern mal komplett weg: Wir werden greifbar. Im eigentlich Wortsinn doch etwas Schönes:

Wir entschlüpfen nicht der Aufmerksamkeit. Wir lassen uns greifen, berühren und spüren.

Wir lassen uns sehen. Wir lassen uns blicken.

Ich glaube, hier liegt in unserer Sprache der Schlüssel, die eigene Energie und den Fokus etwas zu lenken. Sichtbar zu sein kann etwas Wunderschönes sein, wenn ich meinen Ängsten und Sorgen nicht das Feld überlasse. Sondern dem „Wunder“ mehr Raum gebe.

Oder hast du etwa Recht mit deinen Zweifeln?

Vielleicht lohnt es sich auch einmal hinter die Kulissen der Ängste & Zweifel zu blicken: Was wäre denn tatsächlich, wenn dich jemand angreift? Was könnte dieser Mensch sagen, das dich wirklich trifft? Was macht es mit dir? Wieso trifft es dich? Ist da wirklich was dran? Wenn ja, dann unternimm bereits jetzt etwas dagegen, bevor du in die Sichtbarkeit gehst.

Ich glaube, wenn wir selbst mit uns völlig im Reinen sind, mit dem was wir tun und wie wir es tun – und es dementsprechend kommunizieren, dann kann uns ganz ehrlich keiner was.

Sichtbarkeit im Web: Ich für mich – ganz persönlich

Viele Jahre schon schreibe ich meine Gedanken ins Netz. Teile sie mit euch. Erzähle meine Geschichten und tausche mich mit euch aus. Wir lernen voneinander, wenn wir mal nicht einer Meinung sind. Ich glaube, ich war immer sehr persönlich unterwegs in meinen Texten, habe stets für sehr viel Nähe zwischen mir und euch als Lesern gesorgt – und dennoch ist mir eines noch nie passiert:

Ich wurde nie angefeindet.

In fast 10 Jahren nicht ein einziges Mal. Und ich glaube, auch hier liegt der Schüssel in der Sprache: Egal, worüber ich schreibe, letzten Endes bleibe ich immer bei mir. Es sind meine Erfahrungen, meine Situationen und Erlebnisse und meine Lösungen, die ich finde. Manche davon helfen euch – manche nicht. Letzten Endes zählt, dass jeder seinen eigenen Weg findet. Und ich nicht behaupte, dass mein Weg der einzig wahre ist. Denn das wäre einfach nicht richtig und vor allem: nicht die Wahrheit.

Was hab ich meiner Kundin nun geraten zum Start in die Sichtbarkeit? Zusammenfassend gibt es da ein paar Punkte, die vielleicht auch dir hilfreich sind.

5 Tipps für den mutigen Start in die Sichtbarkeit

 

1. Starte in deiner Wohlfühlzone!

Wenn du keine große Webseite möchtest, sondern erstmal eine kleine Visitenkarte im Web, dann mach das so. Wenn du noch kein Foto von dir ins Netz stellen möchtest, dann tu es nicht. Mein erstes Foto kam nach über 1 Jahr ins Web, davor gab es nur meine Turnschuhe zu sehen. Wenn du erst klein & fein starten willst, dann mach das. Tu nichts, mit dem du dich nicht 100% wohlfühlst. Und wieso nicht? Schließlich flüstert (oder brüllt) dir die ganze Welt ins Ohr, du sollst aus der Komfortzone raustreten:

Weil Angst ein echt mieser Begleiter in die Sichtbarkeit ist.

Mach erst deine positiven Erfahrungen, starte mit Vertrauen und einem guten Gefühl. So klein oder groß wie es sich für dich richtig anfühlt. Und dann:

2. Erweitere die Wohlfühlzone Stück für Stück.

Vielleicht kommt nach Monaten doch ein Foto von dir auf die Seite. Vielleicht schreibst du etwas, was für dich persönlich wichtig ist in deinen Blog. Vielleicht magst du ein Posting machen. Vielleicht meldest du dich auf Instagram an. Vielleicht lernst du, wie man Skype bedient – oder irgendetwas, das dir bisher zu groß erschien, aber jetzt auf einmal – nachdem du dich ein bisschen mit der www-Welt vertraut gemacht hast – gar nicht mehr so bedrohlich erscheint, sondern einladend. Und dann:

3. Entdecke den richtigen Kanal für dich.

Du brauchst keinen Blog starten, wenn du nicht schreiben willst. Denk nicht über einen Podcast nach, wenn du deine Stimme nicht hören willst. Wenn du dich online absolut nicht wohlfühlst, dann such dir in der analogen Realität da draußen deine Kanäle. Du magst Vorträge? Du liebst es Menschen live in den Bann zu ziehen? Du kannst dich stundenlang unter vier Augen unterhalten? Dann mach mehr davon, was sich gut anfühlt und das dir hilft, deine Botschaft in die Welt zu bringen.

4. Entkräfte deine Sorgen.

Das sollte eigentlich ganz oben stehen (aber hier unten vergisst du es nicht so leicht ;): Alles, worüber du dir Sorgen machst, was jemand im Internet „entdecken“ oder „angreifen“ könnte an dir – entkräfte es. So wie ich es oben beschrieben habe. Entziehe deinen Sorgen den Nährboden. Sei dir ganz im Klaren darüber wer du bist und was du machst. Wenn du Angst hast, dass jemand das was du tust und deine Methoden kritisieren könnte, überleg dir wie du auf den Gedanken kommst! Bist du selbst nicht ganz sicher? Dann sorg für deine eigene Sicherheit. Wenn du überzeugt bist und zwar zu 100% dann strahlst du das auch aus – und kommst gar nicht erst auf die Idee, dass jemand dich in Frage stellen könnte.

5. Bleib bei dir.

Was immer du tust, sagst und schreibst – egal so: Bleibe immer bei dir. Denk nicht für den anderen. Denk und sprich für dich. Wir wissen nicht, was der andere fühlt, erlebt hat und wie er die Dinge wahrnimmt, die für dich glasklar sind. Niemand von uns ist in der Lage über andere zu urteilen. Wir können nur für uns selbst sprechen. Sei dir dessen bewusst und kommuniziere es auch so. Bleib bei dir. Dort ist es sowieso am schönsten. 

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